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Und aus der Asche soll es steigen

Fallout kennt heute jeder. Nicht zuletzt natürlich aufgrund Bethesda’s brilliantem drittem Teil. Doch Fallout hieß nicht immer Fallout! Denn früher, als die Rechner noch sogenannte Turbo Buttons hatten, Spiele keine Shader kannten und man schon froh über 4 MB Arbeitsspeicher war, erschien ein Spiel, das den postapokalyptischen Horror in nie dagewesener Form darstellte: Wasteland.

Mit Wasteland betrat das Entwicklerteam von Interplay vollkomenes Neuland: Erstmals beeinflussten die Entscheidungen des Spielers die weitere Handlung. Die Interaktivität und unglaubliche Detailverliebtheit setzten für ein Spiel aus dem Jahr 1987 neue Maßsstäbe, so dass Wasteland sogar Adventure Game of the Year wurde.

Nach dem Erfolg von Wasteland war eine Fortsetzung natürlich vorprogrammiert. Doch aufgrund von Lizenzproblemen entschied sich das Entwicklerteam einen inoffiziellen Nachfolger im Geiste zu entwickeln: die Fallout Reihe war geboren und Wasteland sollte in die Annalen der Geschichte eingehen.

Vorspulen ins Jahr 2012: Wasteland soll zurückkehren. Interplaygründer Brian Fargo will das Spiel wieder aus der Versenkung holen und zu neunen Ehren verhelfen. Und dazu braucht das Team seines Entwicklerstudios inXile eure Hilfe. In einer Kickstarter Kampagne bittet er die Spielerschaft um finanzielle Unterstützung für eine Neuauflage des Klassikers.

Und damit das Spiel den Geist des Originals einfängt, hat Fargo eine ganze Reihe der ursprünglichen Entwickler um sich versammelt. “Wir kehren zurück zum Original und bauen es von hier weiter aus,” schreibt Fargo, “Kein Egoshooter, sondern eine klassische Von-Oben Ansicht, damit [der Spieler] ein taktisches Gefühl für die Situation bekommt. (…) [Wasteland] wird rundenbasiert, taktisch, mit einer tiefen, umfassenden Storyline.”

Liest man den Begleittext zur Kickstarter Kampagne, so wird auch klar, warum die Fortsetzung beianhe ein viertel Jahrhundert auf sich hat warten lassen: moderne Games Publisher fanden das Konzept einfach nicht attraktiv genug. Ein klassisches Taktikrollenspiel mit komplexer Spielmechanik und keinen Actionelementen? Das klingt eben nicht nach Cash Cow.

Doch wie Tim Schafers enorm erfolgreiche Kampagne gezeigt hat, pfeifen viele Spieler auf den täglichen Einheitsbrei! Doch sind solche Spiele eben nicht die Call of Dutys, GTAs oder FIFAs, die sich beinahe von selbst verkaufen, so dass Entwickler eben zu ungewöhnlichen Finanzierungsmethoden greifen müssen. Und im Grunde sind diese Fanaufrufe nichts anderes als frühe pre-orders, bekommt man doch das Spiel bei Veröffentlichung umgehend geliefert.

Wer jetzt noch zweifelt, sollte sich in jedem Fall das Video zur Wastelands Kickstarter Kampagne ansehen und dann selbst entscheiden, ob sich diese Investition lohnt.

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