Login | Register
Forgot your password?

A password will be emailed to you.

Wer nicht FRACT, bleibt…

Ein Raum, eine Schalttafel, ein Muster an der Wand. Das muss genügen! FRACT kommt mit erfrischend wenig Story aus. Wo andere Spiele den Spieler erst mal durch ellenlange Tutorials quälen und ihm jedes Detail der Spielmechanik erklären, wirft einen FRACT direkt ins kalte Wasser. Es liegt stets am Spieler, sich durch die abstrakte Welt zu klicken und erst einmal herauszufinden, was überhaupt zu tun ist.

Die Ähnlichkeiten zu Myst sind dabei nicht zufällig. Der kanadische Designer Richard E Flanagan gibt ganz freimütig zu, woher er sich seine Inspiration geholt hat. Doch wo Myst mit realistisch geränderten Hintergründen und (für damalige Verhältnisse) spektakulärer Grafik aufwartete, entblättert sich in FRACT eine abstrakte Welt mit stilisierter Polygonoptik. Türme, pulsierenden Lichts; frei in der Luft schwebende Würfel; sich in mehreren Schichten entblätternde Dome. Das alles erzeugt mit der passenden Soundkulisse eine einzigartige Atmosphäre. Kurzum: FRACT ist ein visuelles Meisterwerk, das sich hinter seinen anderen Vorbildern Rez und Tron nicht verstecken muss.

Die Rätsel sind dabei vielleicht nicht die originellsten und anspruchsvollsten des Genres, die Laufgeschwindigkeit könnte noch einen Tick schneller sein und der ein oder andere Hinweis wäre auch nett gewesen. Doch das alles verblasst hinter der Genialität, die FRACT aus jedem seiner Polygone ausstrahlt.

Zur Zeit steckt FRACT noch in der Beta und ist noch weit davon entfernt, als fertiges Spiel bezeichnet zu werden. So gibt es bisher keine Möglichkeit zu speichern und die Spiellänge ist auch noch sehr überschaubar. Das soll sich aber alles ändern. Bis FRACT Ende 2011 erscheint, kann man sich aber mit der jetzigen Version schon mal warmspielen.

FRACT ist übrigens der Gewinner des IGF Award: Student Showcase. Eine kostenlose Betaversion kann man von der offiziellen Seite herunterladen.

Leave a Comment