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Du hast die Wahl…

Das Vereinigte Königreich rühmt sich ja bekanntlich für seine freie Presse und seine kunterbunte Medienlandschaft. Und trotz den kürzlich die Grundfesten der Pressefreiheit erschütternden Murdoch Skandalen (diesem und diesem) muss man sagen: zu Recht. So werden Videospiele weder als Schundunterhaltung betrachtet noch ereifern sich religiöse Moralapostel über die Gefahren von Pokemon, Minecraft & Co. In Großbritannien scheint einfach das große Potenzial dieser neuen interaktiven Ausdrucksform erkannt worden zu sein, ohne sich dabei von Panikmachern aufscheuchen zu lassen. So unterhält der Guardian, eine der größten britischen Tageszeitungen, schon seit Jahren einen durchaus lesenswerten Games-Blog. Aber auch andere Mainstream Medien beschäftigen sich ernsthaft mit dem Thema, ohne dabei in die Schmuddelfalle zu tappen.

Dass Videospiele längst ihren Weg von der Peripherie in die Mitte der Gesellschaft gefunden haben, zeigt sich auch in der BAFTA (British Academy of Film and Television Arts) Auszeichnung für elektronische Spiele. Seit 1998 (!) werden hier alljährlich Preise für die besten, unglaublichsten und kreativsten Spielideen und Entwickler verliehen. Jedes Jahr dürfen die Spieler ihr ganz persönliches Spiel des Jahres wählen!

Wer also nicht will, dass Call of Duty wieder einmal diesen prestigeträchtigen Preis für sein generisches Geballere erhält, der sollte auf jeden Fall seine Stimme abgeben. So könnt ihr Mojangs Minecraft einen weiteren (wohlverdienten) Award sichern, oder auch einem anderen Spiel, wenn ihr dem Klötzchensetzen überdrüssig seid. Wie wäre es mit dem brillianten Portal 2? Oder dem Zeitfresser Skyrim? Alles egal, solange nicht CoD wieder das Siegertreppchen erklimmt. Denn diese Spielreihe trägt nicht zu wenig zum allgemeinen Schmuddelimage unseres Lieblingshobbys bei.

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