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Das soll Kunst sein: Increpare

Die Werke von Stephen Lavelle aka Increpare sind sicherlich keine massentauglichen, formvollendeten Spiele. Vielmehr erkundet der junge Brite verschiedene Themen und Genres und schreckt dabei auch nicht vor Motiven wie Tod, familiärer Gewalt oder sexuellen Fetischen zurück. Er bedient sich dabei der vollen Bandbreite der ihm zur Verfügung stehenden Mittel, mixt japanische Rollenspiele mit dem Erzählstil eines Visual Novel, verwendet moderne 3D Technik, um dem User die Orientierung zu rauben oder lässt einfach einen grobpixeligen, halbtransparenten Wal musizieren.

Increpare hat sich mittlerweile einen angesehenen Namen in der Indie Szene erarbeitet. So sind in der Zwischenzeit viele Koproduktionen zum Beispiel mit Terry Cavanagh (Distractionware) oder Hayden Scott-Baron (Dock) entstanden. Über 100 Spiele haben sich in den letzten Jahren auf seiner Seite angesammelt und das Spektrum reicht von audiovisuellem Experiment bis hin zu vollwertigem Spiel.

Im letzten Jahr ist eines von Lavelles wenigen kommerziellen Spielen erschienen: English Country Tune. Dabei handelt es sich um einen 3D Puzzler, der die Wahrnehmung des Spieler in Frage stellt. Ihr steuert ein kleines Quadrat durch ein Labyrinth aus Rechtecken und Würfeln. Ziel ist es sogenannte Larvae in Zielpunkte zu bugsieren. Das Spiel beginnt simpel, wird dann aber schnell so komplex, dass der Spieler in höheren Levels richtig grübeln muss, die ihm gestellte Aufgabe zu lösen. English Country Tune motiviert dennoch ungemein und folgt dabei dem “Das muss doch zu schaffen sein!” – Prinzip.

Increpare hat mit Recht einen gewissen Kultstatus erlangt und es lohnt sich immer wieder mal auf seiner Seite zu stöbern. Doch für manche Spiele solltet ihr schon starke Nerven mitbringen.

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