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Bizarro Blizzard

Der normale Lebenszyklus eines Spieleentwicklers sieht normalerweise folgendermaßen aus: Mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen ein kleineres Nichenspiel veröffentlichen und auf das beste hoffen. Wird das Spiel einigermaßen erfolgreich, so folgt der nächste Titel und irgendwann hat man sich einen Namen gemacht und größere Projekte können angegangen werden. Blizzard beispielsweise hat mit Portierungen von Spielen wie Battle Chess begonnen und dann mit Eigenkreationen wie etwa Lost Vikings oder Rock & Roll Racing bewiesen, dass sie wissen worauf es ankommt. Das war Anfang der 90er Jahre. Im Jahr 2012, nach etwa 20 Jahren Firmengeschichte, wartet nun die komplette Spielerschaft fieberhaft auf jeden neuen Release, werden Server gestürmt und fallen millionenfach in Azaroth oder Tristram ein. Eine klassische Erfolgsgeschichte.

Der schwedische Entwickler Mojang geht jedoch neue Wege: Ein einsamer Programmierer (Markus Persson) hat eine Idee für ein Spiel und coded im finsteren Kämmerlein vor sich hin. Zwei Jahre später ist er Multimillionär, hat eine eigene Firma und ein Spiel, das sogar in staatlich standardisierten Tests auftaucht. Und ganz nebenbei erklimmt dann dieses Minecraft wenige Tage nach seinem XBox Release auch noch den ersten Platz in den XBLA Verkaufsstarts.

Was gibt es jetzt also noch zu erreichen? Genau das hat sich Persson nun auch gefragt. “An den Erfolg [von Minecraft] anzuknüpfen ist UNMÖGLICH. Und aus finanzieller Sicht muss ich das auch nicht. Also ab jetzt nehme ich mir alle Zeit der Welt und mache, was ich will.” Das bedeutet: Entwicklung von Nichentiteln für eine kleinere Zielgruppe, wie das durchaus interessant wie seltsam anmutende 0×10^c, an dem Persson momentan arbeitet.

Statt weiter zu expandieren möchte er also lieber die Spiele auf den Bildschirm zaubern, die ihm am Herzen liegen. Die Spieler werden es ihm (hoffentlich) danken!

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