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Schreibtischhelden

Ein Partie Nethack kann Wochen, sogar Monate dauern. Genauso Dwarf Fortress. Und dann, mit einem unbedachten Fehltritt, einer Lücke in dem Verteidigungswall der Festung ist alles dahin. Die vielen Stunden des Taktierens, die dutzenden Wiki Einträge, die man lesen musste, um überhaupt so weit zu kommen. Alles scheint für die Katz gewesen zu sein.

Natürlich, den vielen Fans des Rogue-like Genres gefällt ja genau das: man hat nur eine Chance. Wenn du die verpatzt, dann musst du von vorne anfangen. Dass man jedoch ein Rogue-like auch “vercasualisieren” kann und es so trotzdem diesen bekannten suchterzeugenden Sog entwickeln kann, zeigen uns die Südafrikaner von QCF Design mit ihrem Indie Hit Desktop Dungeons.

DD, das den Excellence in Design Award der IGF 2011 gewonnen hat, weiß mit sehr einfachen Mitteln den Spieler vor den Bildschirm zu fesseln. Und obwohl eine Partie nur um die 10 Minuten dauert, kann man Stunden mit dem Spiel verbringen.

Der Spieler kann sich aus verschiedenen klassischen Rollenspielklassen seine bevorzugte aussuschen und findet sich dann direkt in einem monsterverseuchten Kerker wieder. Ziel dabei ist es stets den Levelboss zu erledigen. Das ist aber leichter gesagt, als getan, denn mit einem mickrigen Level 1 Charakter kann man gegen die Level 10 Biester rein gar nichts ausrichten. Also heißt die Devise zunächst leveln und die für die gewählte Charakterklasse passenden Items sammeln.

Auch kann man sich für eine Gottheit entscheiden, die einem dann bestimmte Boni schenkt, aber im Gegenzug verbotene Handlungen bestraft. So gibt es für den Kriegsgott nichts schlimmeres, als einen Zauber zu benutzen.

Hat man dann endlich einen Level geschafft, so schaltet man neue Gegner, Items, Spielvarianten und Charakterklassen frei. Die Suchtspirale greift sofort und immer will der nächste Bossgegner besiegt und das nächste Extra freigespielt werden.


Das hat uns in der Previewversion schon sehr gut gefallen:

  • Süchtig machendes Spielprinzip.
  • Für Menschen mit wenig Zeit das ideale Spiel: Eine Partie dauert ca. 10 Minuten.
  • Tonnenweise Charakterklassen, Levels, Gegnertypen und sonstige Extras zum freispielen.
  • Dadurch SEHR motivierend.
  • Erfordert immer eine andere Taktik.


Das muss noch besser werden:

  • Manche Partien sind sehr dem Zufall ausgesetzt.
  • “Erkunde-das-Dungeon-und-heile-dich-so”-Mechanik ein bisschen gewöhnungsbedürftig.
  • Manche Klassen haben es unnötig schwer.


Desktop Dungeons lag uns nur in einer frühen Version vor, daher gebe ich hier nur meinen ersten Eindruck wider. Wenn sich die endgültige Version noch einmal stark verändern sollte, so wird ein Test nachgereicht.

Wer ein perfektes Mittagspausenspiel sucht, der sollte DD sofort hier antesten. Alle anderen übrigens auch!

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